Unterstützer*innen
Hier kannst Du sehen, wer die Kampagne unterstützt. Die InitiatorInnen findest Du hier.
Verbände und Initiativen
Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
Wir sind die bundesweite Interessenvertretung für kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte.
Wir setzen uns für eine gerechte Gleichstellungspolitik ein und unterstützen daher die Kampagne „100.000 Mütter“. Mütter leisten einen enormen gesellschaftlichen Beitrag, werden aber strukturell benachteiligt – sei es durch unfaire Lohn- und Rentensysteme oder die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit. Die Forderungen der Kampagne – mehr Sichtbarkeit, Mitspracherecht, eine bessere Gesundheitsversorgung für Mütter und eine gerechtere Verteilung von Fürsorgearbeit – sind auch unsere Forderungen, denn sie sind zentrale Anliegen einer modernen Gleichstellungspolitik.
Bundesverband der Mütterzentren e.V.
Mütterzentren sind Orte der Gemeinschaft – hier wird Sorgearbeit wertgeschätzt,…
In Mütterzentren erleben wir täglich, wie wichtig Gemeinschaft, soziale Sicherheit und echte Teilhabe für Mütter sind – genau das macht „100.000 Mütter“ sichtbar und fordert es mit Nachdruck ein. Die Kampagne bringt Mütter als gesellschaftliche Kraft in die Öffentlichkeit und verbindet sie über alle Grenzen hinweg. Wenn Mütter stark sind, profitiert die ganze Gesellschaft. Genau dafür stehen die Mütterzentren.
Mother Hood e.V. – Katharina Desery
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Vorständin Elternorganisation Mother Hood e.V.
Wir finden die Kampagne Hunderttausend Mütter großartig, weil Frauen*- und Familienthemen kaum politisch relevant sind. Familienfreundliche Lebensbedingungen, wie eine gerechte Fürsorgearbeit und eine gute Gesundheitsversorgung einschließlich einer besseren Geburtshilfe, sind nur zwei der wichtigsten Themen für eine mütter- und familiengerechte Gesellschaft. Es ist an der Zeit, sichtbar zu werden, auf die Belange von Müttern* und Familien aufmerksam zu machen und mit einer gemeinsamen Kampagne wie "Hunderttausend Mütter" lautstark Forderungen einzubringen! Wir sind dabei! Du auch? Katharina Desery von Mother Hood e. V., stellvertretend für den Vorstand (Foto: Studio Una, Berlin)
SelbstHilfeInitiative Alleinerziehender (SHIA) e. V. Landesverband Berlin
Ehrenamtlicher Vorstand
Alleinerziehende sind wahre Held*innen, die mit unglaublichem Einsatz und viel Liebe ihren Lebensunterhalt selbständig erwirtschaften, während sie gleichzeitig den Alltag mit ihren Kindern meistern. Sie sind überwiegend Mütter und ihre Fähigkeit, Beruf und Familienleben erfolgreich zu vereinen, verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch eine grundlegende Wertschätzung aus der Gesellschaft. Es ist höchste Zeit, dass die Fürsorge, die sie tagtäglich leisten, als unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens anerkannt wird.
Equal Care Day – Almut Schnerring und Sascha Verlan
Initiator*innen des Equal Care Day, Autor*innen und Berater*innen
Es ist doch eigentlich ganz klar, Grundgesetz Artikel 6: "Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft." Ein schneller Blick in die Statistiken macht deutlich, wie sehr wir gesamtgesellschaftlich und auf allen Ebenen diesen grundgesetzlichen Auftrag missachten: Motherhood Penalty, finanzielle Abhängigkeit, Altersarmut und in der logischen Konsequenz sinkende Geburtenraten; die mediale Inszenierung und ideelle Reduzierung von Frauen in die Kümmer- und Sorgerolle (Mutterinstinkt), von klein auf, und Männer, die zwar mehrheitlich meinen, die Hälfte der alltäglichen Care-Arbeit zu übernehmen, dies aber nicht tun und dann lamentieren, die Frauen würden sie ja nicht lassen (maternal gatekeeping). Das können wir besser, eigentlich wollen wir das auch besser, also lasst es uns endlich umsetzen!
Unpaid Care Work
Fiktives Unternehmen, für Sichtbarkeit und Anerkennung von Care-Arbeit
Obwohl Mütter einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg von Gesellschaft und Wirtschaft beitragen, werden sie immer noch systematisch benachteiligt und ihre Leistung im Bereich der Care-Arbeit wird unsichtbar gemacht und zum Teil sogar abgewertet. Es wird Zeit, dass wir gemeinsam darauf aufmerksam machen, dass wir Mütter es verdient haben gesehen zu werden und unseren gleichberechtigten Platz in unserer Gesellschaft einfordern. Daher unterstützen wir diese Aktion aus ganzem Herzen.
Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM)
Als Lobby berufstätiger Mütter und solchen die es (wieder) werden…
Vom Küchentisch in Köln im Jahr 1990 und Windeln am Rathaus zum Brandenburger Tor in Berlin mit wechselnden Vorstandsfrauen und inzwischen mit vielen Weggefährt:innen ehrenamtlich für eine zeitgemäße, konsistente und gleichstellungsorientierte Familienpolitik engagiert, ist es überfällig, dass wir Mütter in unserer Vielfalt uns im politischen Berlin gemeinsam sichtbar machen im Kampf um gelebte Gleichberechtigung und Gleichstellung. Die Vision einer inklusiven Gesellschaft, in der Frauenrechte als Menschenrechte anerkannt sind, Gleichberechtigung und Gleichstellung mit #EqualCare, #EqualPay, #EqualPension sowie gleichwertigen Selbstverwirklichungschancen gelebte Selbstverständlichkeit und Kultur ist, ist unser Motor Teil dieser wichtigen Kampagne zu sein!
Deutscher Hebammenverband
Der Deutsche Hebammenverband e. V. ist mit rund 22.000 Mitgliedern…
Die Kampagne 100.000 Mütter am Brandenburger Tor zeigt 100.000 Gründe auf, warum Mütter die bestmögliche Unterstützung verdienen. Sie leisten für Familien, unsere Gesellschaft und die Demokratie Unermessliches. Und das beginnt bei der Geburt. Eine gute Geburtserfahrung – egal ob spontan oder per Kaiserschnitt – fördert eine gute frühkindliche Bindung und damit die Resilienz des jungen Menschen, was wiederum zu besseren Beteiligungsmöglichkeiten in demokratischen Prozessen führt. Deswegen ist es nicht egal, wie wir geboren werden. Und deswegen läuft aktuell die Kampagne „Frauen zahlen den Preis“, mit der der Deutsche Hebammenverband eine Betreuungsgarantie, eine Versorgungsgarantie und eine Qualitätsgarantie für alle! in der Lebensphase rund ums Kinderkriegen fordert.
Hebammen für Deutschland e.V. – Lisa von Reiche
Hebamme, ehrenamtlich tätig für den Erhalt individueller Geburtshilfe
Ich setze mich schon seit Jahren für den respektvollen Umgang mit Müttern ein und finde Vernetzung wichtig. Mit einer Stimme laut zu sprechen gefällt mir.
Evangelische Frauen in Deutschland e.V.
Evangelische Frauen in Deutschland, wir setzen uns für Geschlechtergerechtigkeit in…
evangelische arbeitsgemeinschaft familie e.V.
Die evangelische arbeitsgemeinschaft familie (eaf) ist der familienpolitische Dachverband der…
Die Kampagne „100.000 Mütter vor dem Brandenburger Tor“ will Mütter und Menschen, die für andere sorgen, als wichtige Gruppe für die Politik sichtbar machen und fordert bessere Rahmenbedingungen. Das unterstützen wir! Denn gerade Mütter und pflegende Angehörige übernehmen einen riesigen Anteil privater, unbezahlter Sorge- und Hausarbeit und haben deshalb weniger Zeit für eigene Erwerbsarbeit. Ihre Sorgearbeit ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft und hat große volkswirtschaftliche Relevanz, muss aber dringend gerechter zwischen den Geschlechtern verteilt werden.
Beirat der Angehörigen und rechtlichen Betreuer*innen (BAB) im BeB – Marion Lindner
Vorsitzende des Beirats der Angehörigen und rechtlichen Betreuer*innen (BAB) im…
Angehörige von Kindern mit Behinderung, insbesondere mit intensiven Unterstützungsbedarfen, leisten oftmals ihr ganzes Leben lang Sorgearbeit. Die Vereinbarkeit von Betreuung, Schule und Arbeit geht oftmals nur mit Teilzeitarbeit. Dies betrifft vor allem Mütter, die später mit geringeren Beiträgen in Rente und Pflege zu kämpfen haben. Daher sollten sich die Rahmenbedingungen verbessern, zB durch Einführung einer Lohnersatzleistung, verbesserter Anerkennung der Betreuungszeiten in Rente und Pflege oder Einführung von niedrigschwelligen Entlastungsangeboten, die dann den Menschen mit Behinderung ebenfalls zugutekommen.
Einzelpersonen
Prof. Jutta Allmendinger
Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin , Forschungsthemen: Soziologie des Arbeitsmarktes, Bildungssoziologie, soziale Ungleichheit, Sozialpolitik, Organisationssoziologie, Soziologie des Lebensverlaufs, Foto: Bernhard Ludewig
Frauen und Mütter verlieren bereits eroberten Boden, ein backlash droht. Diesem können wir nur trotzen, wenn wir gemeinsam Flagge zeigen, Mut haben und uns nicht „abmelden" lassen. Frauen und Familien kommen in der politischen Auseinandersetzung kaum vor. Was sie beschäftigt, interessiert nicht wirklich. Die Stimme einzelner Frauen ist nichts als peinlich und larmoyant. Geballte Peinlichkeiten sind dagegen nicht so einfach abzutun.
Franziska Schutzbach
Soziologin und Geschlechterforscherin, Foto: Anne Morgenstern
Mich begeistert an der Kampagne der Zusammenschluss und die Solidarität unter Müttern.
Dr. Abadjayé Gwladys Awo
Gründerin von LESSAN e.V., Koordinatorin von diversen Europäischen und Bundes-Projekten, Beraterin und Autorin.
Ich unterstütze die Kampagne, weil wer die gesundheitliche, soziale und berufliche Eingliederung der Frau unterstützt, heilt eine ganze Familie!
Natascha Sagorski
Autorin, politische Akteurin für eine progressive Familienpolitik, Initiatorin einer Petition für gestaffelten Mutterschutz nach Fehlgeburt, der ab dem 1. Juni 2025 in Kraft tritt.
Familien halten unsere Gesellschaft zusammen und in den Familien sind es meist die Mütter, die die größten Lasten schultern. Dieser riesige Anteil, den wir am Funktionen unserer Gesellschaft tragen, wird aber weder in der Politik noch in der allgemeinen Sichtbarkeit wiedergegeben. Das können wir nur alle gemeinsam ändern und zwar indem wir solidarisch zusammenstehen.
Ulrike Hauffe
Landesbeauftragte für Frauen des Landes Bremen a.D., Mitautorin des nationalen Gesundheitsziels "Gesundheit rund um die Geburt"
Ich unterstütze die Kampagne, denn Mutterschaft in Deutschland ist ein wichtiges politisches Querschnittsthema, das in seiner Bedeutung viel zu wenig Grundlage politischer Entscheidungen. Die Dimensionen sind sozialpolitisch, gesundheitspolitisch, für den Arbeitsmarkt relevant, gleichstellungspolitisch, finanz- und wirtschaftspolitisch, die familiale Sorgearbeit betreffend - Care, rentenpolitisch, … - und damit zentral für unsere Gesellschaft.
Svenja Stadler
Ich bin Bundestagsabgeordnete der SPD für den Landkreis Harburg. Ehrenamtlich bin ich unter anderem als Kuratoriumsvorsitzende des Müttergenesungswerks sowie in der Kommunalpolitik aktiv. Foto: SPD/Susie Knoll
Auch heute noch übernehmen vor allem Mütter die Kindererziehung, führen den Haushalt, organisieren das Familienleben und gehen zudem einer Erwerbsarbeit nach. Mit ihrem tagtäglichen Einsatz sind Mütter das Rückgrat unserer Gesellschaft. Ihre Anliegen gehen uns alle an. Dennoch erhalten sie nicht die Aufmerksamkeit, die es für die notwendige Entlastung und Unterstützung für Mütter braucht. Das will die Kampagne „100.000 Mütter“ ändern – deswegen bin ich dabei.
Türkân Deniz-Roggenbuck
Inhaberin/Gründern Kulturton- Agentur für Diversität & Transkulturalität
Wie facettenreich die die Ungleichbehandlung von FLINTA* um Gleichberechtigung und Gleichstellung sein kann und sich abgesehen von nüchternen Zahlen, abbilden lässt: in intersektionaler, postfeministischer, hegemoniefreier Gleichwürdigkeit.
Wir haben über 20 Millionen Mütter in Deutschland und ich bin eine davon. Wenn in wenigen Wochen die Bundestagswahlen anstehen, kann ich nur hoffen, dass die Generationen meiner Eltern und meiner Großeltern daran denken, dass sie für die Zukunft von uns und unseren Kindern wählen. Dass es nun eine Kampagne gibt, die politisches Mitspracherecht fordert, Sichtbarkeit von unbezahlter Familienarbeit schafft und die zum Teil dramatischen Engpässe in der Gesundheitsprävention sowie der psychosozialen Unterstützung von Müttern aufzeigt, lässt mich gleichermaßen hoffen und aktiv werden. Verbünden wir uns – für ALLE Mütter!
Aura-Shirin Riedel
Soziologin und Autorin
„Eine Kampagne, die für bessere Bedingungen und die Gleichstellung innerhalb von Familien kämpft. Eine, die 100.000 Mütter und Menschen in Fürsorgeverantwortung auf die Straße bringen möchte – um endlich die nötige Sichtbarkeit zu erhalten. Genau dafür setzen Sarah und ich uns mit unserer Initiative #MütterMachtPolitik seit Jahren ein. Jetzt heißt es: Auf geht’s nach Berlin!“
Die Möglichkeite Aufmerksamkeit für Eltern zu erzeugen. Durch meine Aktivitäten im Kreiselternausschuss weiß ich dass die Bedürfnisse von Eltern zu wenig in der Öffentlichkeit landen obwohl Familien einen wichtiger Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.
Laura Spelz
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Itzehoe
Mütter werden mit System benachteiligt und haben keine Lobby in dieser Gesellschaft. Es ist Zeit, dass wir das ändern.
Frauen zahlen nach wie vor einen hohen Preis für Mutterschaft - finanziell, beruflich, gesundheitlich und persönlich. Die versteckten Kosten der Fürsorgearbeit müssen sichtbar gemacht und ihre Wertschätzung erhöht werden. Meine Arbeit setzt sich für finanzielle Selbstbestimmung von Frauen und bessere strukturelle Rahmenbedingungen ein. Wir brauchen neue Rollenbilder, verlässliche Betreuungsangebote, faire Arbeitsmarktchancen für Fürsorgeleistende und eine angemessene Anerkennung unbezahlter Arbeit - nicht zuletzt, um Mütter- und Altersarmut zu verhindern und Frauen vor finanzieller Gewalt zu schützen.